momentaufnahme #6

In meinem Kopf war es in den letzten zwei Wochen verhältnismäßig ruhig.
Denn unsere aller Verbindung, der Körper, stand im Fokus.
Notaufnahme, ein paar Tage Krankenhaus, Infusion, Schmerzmittel.
Schon seit Wochen habe ich Schmerzen. Am ganzen Körper. Und der Gipfel waren
schlimme Bauchkrämpfe, die mir beinahe sogar mein Bewusstsein geraubt hätten.
Nun stehen zwar noch einige Untersuchungen an, aber Gott sei Dank gehen die Schmerzen zurück und ich habe endlich wieder ein bisschen mehr Energie und nicht das Gefühl den ganzen Tag schlafen zu müssen.Dieser Fokus auf den Körper hat dem Innen einiges an Zurückhaltung abverlangt und nun versuche ich aufzufangen und nachzuholen, damit nicht plötzlich alle wieder außer Kontrolle geraten.

Gar nicht so einfach, wenn man eigentlich nur an diesen süßen Fratz und an die bevorstehende gemeinsame Zeit denken kann.

Ja, mal wieder lief es nicht wie ursprünglich geplant. Denn eigentlich sollte der Welpe ja erst Anfang Dezember bei mir einziehen. Aus verschiedenen Gründen hole ich nun schon kommenden Sonntag einen 8 Wochen alten Rüden aus einem anderen Wurf zu mir.
Darf ich vorstellen:

Sam306.10.18

Das ist Finn!

Ich bin unheimlich aufgeregt. Voller Vorfreude, Angst, Hoffnung, Zweifel, Vertrauen und Bedenken stürze ich mich nun in dieses Abenteuer.
Die Mischung dieser Gefühl ergibt bei mir eine Neugierde. Und auch, wenn diese starken Emotionen super anstrengend sind, so bin ich doch froh zu sagen: Ich bin neugierig auf diesen neuen Lebensabschnitt. Ich bin neugierig, wie wir gemeinsam aneinander und voneinander lernen. Ich bin neugierig auf das Leben.

An dieser Stelle möchte ich einmal DANKE sagen, an alle Unterstützer meiner Spendenaktion. Wir konnten nun bereits 1500 von 7000 Euro sammeln.
Und an alle die gesagt haben „Ich spende erst, wenn es so weit ist“: Streicht euch Sonntag den 14.10. im Kalender an. Denn da ist es so weit 😉

Ich bin zur Zeit nicht im Schreibfieber, deshalb kommt auch so wenig. Aber ich weiß, dass sich das auch wieder ändert. Manchmal da scheint einfach kein Wort zu passen. Oder die Konzentration lässt zu Wünschen übrig. Ich finde es selbst schade, aber Schreiben ist einfach eine Sache, die mir auch weiterhin Spaß machen soll. Deshalb möchte ich jeglichen Zwang so gut es geht vermeiden.Auch zum Lesen komme ich derzeit kaum, was ich selbst sehr schade finde, weil es mich unheimlich runter holen und ablenken kann. Gerade geht es einfach nicht. Und ich sage mir: Auch das geht vorbei.

Hier aber mal ein paar Dinge, die mich in der letzten Zeit erfreut haben:
1. Das Album „nie“ von Fynn Kliemann
2. Das neue Buch von Julia Engelmann: Keine Ahnung , ob das Liebe ist
3. Hundewelpen beobachten
4. Komische Gerichte kochen, die niemand (außer mir und meiner besten Freundin) freiwillig essen würde und merken, dass die besten Food-Kombis noch nicht entdeckt oder niedergeschrieben wurden.

 

Die Therapie ist derzeit sehr intensiv.
Ich habe seit dem Klinikaufenthalt eine neue Diagnose, die mich und meine Problemchen nicht verändert, aber neue Wege zur Therapie und Genesung aufzeigt. Auch hier gehe ich gerade einen neuen Weg.
Auch wenn ich unheimlich gerne mal aus Göttingen weg, am liebsten ans Meer ziehen möchte, so bin ich doch unheimlich froh mit Frau A. hier arbeiten zu dürfen. Und ich bin sicher, eines Tages werde ich ihr die Hand geben, beim „Dankeschön“ ein paar Tränchen verdrücken und meinen Weg ohne sie weiter gehen (können). Aber jetzt bin ich sehr dankbar, dass wir noch einige Stunden vor uns haben.

 

Pass auf Dich auf!

Tschao Kakao. Sam06.10.18

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