liebes tagebuch #1

10.09.2018

Manchmal, da bin ich wie ein Weinglas.
Gefüllt bis zum Rand mit bitter- süßem Rotwein.

Und dann,
dann bin ich ganz sensibel.
Und dann darf mich niemand berühren,
sonst schwappe ich über.

Nur eine Sekunde unachtsam und schon ist es passiert.

Und irgendwer muss die Sauerei dann wieder wegmachen.
Meine Sauerei.

Vielleicht gibt’s sogar Flecken, die man nicht mehr rausbekommt.

Für immer da. Die Erinnerung. An die Überflutung.
Weil ich die Oberflächenspannung  nicht halten konnte.

Wie konnte aus dieser süßen Bitterkeit nur Schmutz werden?

Der sich in den neuen weißen Tepppich niederlässt
und nur noch als Schandfleck von Großmutters Vase überdeckt werden kann.

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