Selbstliebe setzt mich unter Druck

Alle sagen, ich soll mich selbst lieben. Was denn, wenn ich es nicht tue?Bin ich dann weniger wert? Weniger liebenswert?

Vielleicht bin ich die Einzige, der es so geht, aber mich setzt das Thema Selbstliebe extrem unter Druck.

Die letzten Jahre meines Lebens waren wohl alles andere als in Selbstliebe getaucht.
Vollfressen, Kotzen, Hungern, Verbote, körperliche Selbstverletzung in Form von Schneiden & Verbrennen der Haut, Kopf gegen die Wand schlagen, Selbsthass, niedermachende Gedanken und Worte gegen mich, starke Abhängigkeiten und soziale Abschottung. Das war nicht schön und mein Ziel ist es auch weiterhin mich irgendwann selbst so lieben und annehmen zu können wie ich bin. Mit allen schönen und weniger schönen Facetten. Sowohl innerlich, als auch äußerlich.

Ich höre jetzt schon Stimmen in meinen Ohren die sagen:
„Nicht irgendwann- JETZT ist der Zeitpunkt.“

Aber nein!
Nur, weil für dich dieser Zeitpunkt schon war oder jetzt gerade ist, muss er es für mich nicht auch sein.

„Wenn ich mich selbst liebe, dann wird auch mein Verhältnis zum Essen besser und meine sozialen Beziehungen. Ich weiß, wer ich bin, was ich will…Ich muss mich nur oft genug vor den Spiegel stellen, mich anlächeln und sagen: ICH LIEBE DICH! Und irgendwann habe ich es selbst verinnerlicht.“
Aber ist das wirklich so? Keine Ahnung. Aber vielleicht sollte ich mal klein anfangen. Von absolutem Selbsthass, den Sprung in die bedingungslose Selbstliebe ist für mich sehr groß und ich habe schon einige Male versucht zu springen und habe die gegenüberliegende Seite nicht erreicht. Und bin gefallen.
Wie wäre es, wenn ich anfange mich wahrzunehmen? Mir meiner Selbst bewusst werden. Einfach nur zu spüren. Ohne zu sagen: Das ist schön oder das ist nicht schön. Das ist gut und das ist schlecht. Völlig urteilsfrei. Beobachten.
Und dann den Schritt zur Akzeptanz zu machen. Es ist okay. Alles was ich bin, fühle, denke, trage ist okay. Ich akzeptiere jeden Zentimeter, aber ich muss deshalb jetzt nicht meine Schwächen feiern.

Ich glaube, alleine das ist schon ein sehr langer Weg. Vielleicht auch nicht. Weiß man ja erst, wenn man ihn hinter sich hat.
Und dann kann ich vielleicht irgendwann sagen, dass ich mich mag.
Und vielleicht auch irgendwann, dass ich mich liebe. Bedingungslos.
Aber es ist kein Muss.

ICH MUSS MICH NICHT AB JETZT SELBST LIEBEN!
ICH MUSS MICH NIEMALS SELBST LIEBEN, WENN ICH KEIN BOCK DRAUF HABE.

Aber ich darf. Und das ist der Unterschied.
Es ist eine freie Entscheidung. Meine Entscheidung.

Und wenn jetzt gerade noch nicht der richtige Zeitpunkt ist, dann ist das so.

Wenn es jetzt noch nicht geht, weil mich zu viele festgefahrene Muster limitieren oder ich einfach noch komplett blockiert bin, weil ich noch nicht dahinter gekommen bin, warum ich was tue, denke oder fühle.

Und wenn DU diesen Text liest und absolut nicht zustimmen kannst, wenn es sich für dich nicht richtig anfühlt, was ich sage, dann ist auch das okay. Ich kann das akzeptieren und du hoffentlich auch. 🙂
Es ist mein Angebot. Ich nehme dich auf meine Reise mit.

Das heißt nicht, dass das was mir hilft, auch dir hilft und, dass die Schritte die ich gehe, auch du gehen musst. Du musst erstmal überhaupt nirgendwo hingehen!
Was ich damit sagen will: Es ist in DIR! Vielleicht hörst oder spürst du es jetzt (noch) nicht. Aber ALLES, was du brauchst um deine tiefsten Träume und Wünsche zu erfüllen ist bereits in DIR!
Und das verspreche ich dir! Denn daran glaube ich wirklich. Und in diesem Fall, gilt das für dich, für mich, für ihn, für sie. Für alle.

Tschao Kakao.
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