Du bist nicht allein

Ein Phänomen, nicht nur in sozialen Netzwerken, ist, dass viele nur die Dinge nach außen tragen, die gut laufen. Die schönen Seiten ihres Lebens. Sodass es für manche so scheinen mag, dass deren Welt absolut perfekt und makellos ist.

Viele Menschen werden wirklich sauer, wenn sie solche Kommentare hören wie: „Du in deiner heilen Welt. Da bekomme ich Minderwertigkeitskomplexe“. Sie fühlen sich angegriffen, weil niemand sieht, dass auch sie hadern. Stolpern. Zweifeln.
Obwohl sie ja genau das nach außen hin darstellen. Irgendwie paradox, nicht?

Natürlich ist dem nicht so. Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen und niemand ist 24/7 frei von Ängsten und Leid.

Und da gibt es noch diejenigen, die auch Mal sagen, dass es ihnen schlecht geht und von ihren Sorgen erzählen… so nach dem Motto: #fürmehrrealität. Und sich dann im Nachhinein entschuldigen, dass sie so negativ waren. Dass sie niemanden runterziehen wollten und ja eigentlich nur „positive vibes“ vermitteln möchten. „Sorry, dass ich euch volljammer. Höre jetzt auf mit dem mimimi“, „lächle und der Tag lächelt zurück“ usw.

Auch ich tue das. Viel zu oft, wie ich finde.

FUCK OFF!

Es ist nachvollziehbar, dass man seinen Mitmenschen ein positives Lebensgefühl vermitteln möchte. Aber wisst ihr was ich noch inspirierender finde? Ehrlichkeit und Offenheit.
Versteht mich nicht falsch. Jeder entscheidet für sich selbst, was er oder sie teilen mag oder eben nicht. Da gibt es kein richtig oder falsch. Kein gut oder schlecht.

Aber wäre es nicht toll, wenn wir aufhören uns selbst für unsere Gefühle, Gedanken und Stimmungen zu verurteilen und runter zu machen? Sondern eine neue Botschaft in die Welt tragen: DU BIST NICHT ALLEIN!
Es ist völlig in Ordnung traurig zu sein, negativ zu denken, zu zweifeln. Hoffnungslosigkeit& Einsamkeit zu fühlen. Wut, Angst, Schuld, Scham.
Du darfst das fühlen. Es tut weh, aber je mehr man sich dagegen wehrt, umso größer wird das Leid.

Hören wir auf uns zu verstecken. Hören wir auf uns schlecht zu fühlen, weil wir uns schlecht fühlen, dass wir uns schlecht fühlen…

Und fast hätten wir uns Mal demaskiert
und gesehen wir sind die Gleichen.
Und dann hätten wir uns fast gesagt wie viel wir uns bedeuten – Julia Engelmann

Lassen wir jetzt die Masken fallen, damit wir sehen können, dass wir alle gleich und doch verschieden sind. Und dann lasst uns darüber reden und uns sagen, was uns beschäftigt.

An dieser Stelle möchte ich sagen, dass ich jeden einzelnen Tag daran arbeite, alle meine Gefühle & Gedanken anzunehmen. Dass ich es den Großteil der Zeit noch nicht „schaffe“, meine Stimmung so hinzunehmen, wie sie eben gerade ist. UND DAS IST ABSOLUT IN ORDNUNG!
Ich bin mir dessen bewusst und lerne. Es ist ein Prozess. Wahrscheinlich ein lebenslanger Prozess.

Notiz an Mich & Dich:

Ich, Du… Wir alle sind liebenswert & wertvoll.
In jedem Moment. Mit jedem Gefühl. Mit jedem Gedanken. In jeder Lebenslage.

Tschö mit ö.

 

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